Am 18. Februar gegen 14 Uhr rollte ein Konvoi von Rubicon/Infra-Fahrzeugen – dem Wetter trotzend und getragen von jenem Mut, den nur der Durst nach Wissen verleihen kann – in die beschauliche Kleinstadt Uffenheim in Mittelfranken.
Ziel der Expedition: das gesammelte Wissen aus den mit archäologischen Exponaten gefüllten Vitrinen des Gollachgaumuseums zu erschließen.
Die kleine, doch außerordentlich breit gefächerte archäologische Sammlung – mit Funden von der ersten Besiedlung der Region bis ins 19. Jahrhundert – ist in der ehemaligen Oberamtskanzlei von Uffenheim untergebracht. Das 1698 errichtete Gebäude wurde 1986 von der Stadt erworben und in ein Museum umgewandelt.
Träger des Museums ist der 1913 gegründete gemeinnützige Heimat- und Museumsverein Uffenheim. Der Verein engagiert sich in der Region des Gollachgaus zwischen Steigerwald und Frankenhöhe mit dem Ziel, die lokale Kultur zu bewahren, ihre Kenntnis zu vertiefen und ihre Weitergabe zu fördern.
Seit 2024 beherbergt das Museum einen eigenen Saal, der vollständig den neolithischen Funden gewidmet ist. Im Zentrum steht der rund 5.000 Jahre alte Menhir von Gallmersgarten – ein eindrucksvolles Zeugnis frühester Siedlungsgeschichte.
Im Rahmen der aktuell von Rubicon durchgeführten Bildungsaktivitäten wurde der Museumsbesuch gezielt ausgewählt. Entscheidendes Kriterium war die ebenso umfassende wie didaktisch vorbildliche Gestaltung der Ausstellung, die durch europäische Vergleichsbeispiele, Rekonstruktionen und anschauliche Darstellungen überzeugt. Die begeisterte Resonanz der rund 30 Teilnehmenden bestätigte die Qualität dieses Konzepts eindrucksvoll.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Walter Gebert, führendes Mitglied des örtlichen Geschichtsvereins und seit Jahren engagiert im Museum, sowie Herrn Martin Nadler, ehemaliger Referent des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (BLfD). Beide haben dieses kleine Juwel, das Gollachgaumuseum, maßgeblich geprägt und die „Infra“-Besuchergruppe mit großer Offenheit empfangen.
Ein besonderer Dank gilt auch der Leitung von Rubicon, die mit großem Weitblick dieses Projekt ermöglicht hat, sowie dem Kollegen Markus Köllner, der an einem verschneiten Sonntag im Januar eine mutige Vorhut zur ersten Erkundung dieses wertvollen Museums anführte und die Organisation des Projekts maßgeblich unterstützte.